Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, Feiertage
11 – 17 Uhr

Schulklassen nach Vereinbarung

Fällt der Feiertag auf einen Montag, ist das Museum geöffnet. Heiligabend, Silvester, Neujahr bleibt das Museum geschlossen, auch montags.

Die Ausstellungen sind behindertengerecht zugängig. Ein Fahrstuhl und ein barrierefreies WC sind vorhanden.

Kontakt

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich - Weinert - Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt

E-Mail: info@alltagskultur-ddr.de
Fax: 03364 – 418947
Telefon: 03364 – 417355

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Eintrittspreise

Erwachsene: 4 €
Ermäßigte: 2 €
Kinder unter 7 Jahre frei

Gruppen: (bis 20 Personen) 40 €
Schulklassen: 1 € pro Person
Schülerprojekttage: 1 € pro Schüler, zzgl. 15 € für Betreuung

Gruppenführungen
(nur mit Anmeldung, max. 6 Personen):
Di – Fr: 30 €
Sa, So: 50 €
Einführung: 15 € (ca. 15 min)
Schulklassen 15 €

Wie Sie uns erreichen

Regionalexpress:
– RE 1 halbstündlich von Berlin und Frankfurt (Oder),
– stündlich von Cottbus
BOS: Vom Bahnhof alle Linien bis Haltestelle Rathaus

Mit dem Auto:
A 12, Abfahrt Frankfurt (Oder)-Mitte/Eisenhüttenstadt
B 112 Richtung Eisenhüttenstadt
B 246 Beeskow – Eisenhüttenstadt
In Eisenhüttenstadt touristisches Leitsystem

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Über uns

Die materielle Kultur ist die Ausstattung einer Gesellschaft mit all ihren Gegenständen, Begleitern alltäglicher Handlungen ebenso wie Erinnerungsstücken. Das Dokumentationszentrum versteht sich als Archiv all jener Objekte, die das Leben in der DDR geprägt haben und uns heute als Nachweis diverser Realitäten, Ideen und Handlungen dienen. Im Verbund mit dem Kunstarchiv Beeskow, mit einem Bestand von Kunst aus der DDR, bieten die Schwesterneinrichtungen im Landkreis Oder-Spree vielfältige Perspektiven auf die jüngste Geschichte.

 

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Mehr als 170.000 Objekte lagern in diversen Außendepots in Eisenhüttenstadt. Seit 1993 wird in Eisenhüttenstadt systematisch gesammelt, erforscht und dokumentiert, was zwischen 1945 und 1990 Dinge des alltäglichen Gebrauchs waren. Dieser Fundus geht auf Schenkungen von mehr als 2000 Privatpersonen zurück sowie auf die Abgaben von Betrieben und öffentlichen Einrichtungen.

Simson, FDJ-Hemd, Kantinengeschirr oder Clubsessel sind Repräsentanten eines spezifischen, nun mehr historischen Form- und Gestaltungswillens. Mittels ihrer Gebrauchsspuren sind sie gleichzeitig Träger von Geschichten der Arbeit und Politik in der DDR, aber auch der Freizeit und des Privaten. So dient die Sammlung des Dokumentationszentrums einer breiten Aufarbeitung der DDR-Geschichte und versucht auf diese Weise zu einem vertieften Verständnis der deutschen Geschichte nach 1945 beizutragen. Es sieht seine Tätigkeit deshalb im Kontext unterschiedlicher Institutionen und Initiativen, Gedenkstätten und Museen wie auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

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Geschichte

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Foto: Armin Herrmann

Seit 1993 werden die Objekte der materiellen Kultur des Alltags systematisch gesammelt, erforscht und dokumentiert. Die Ergebnisse der Arbeit werden der Öffentlichkeit durch Ausstellungen und Publikationen bekannt gemacht.

 

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1992 entstand die Idee, am Standort der 1950/51 gegründeten Planstadt Eisenhüttenstadt ein Museum zur DDR-Alltagskultur zu etablieren. Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung begann 1993 sein Aufbau, zunächst als Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt. Im selben Jahr wurde der Historiker Andreas Ludwig als Leiter des städtischen Museumsverbundes berufen und mit der Bildung einer Sammlung zur DDR-Alltagskultur beauftragt. Der Bestandserwerb für diese Sammlung erfolgte partizipativ, basierend auf den Entscheidungen der privaten und institutionellen Schenker, unter weitgehendem Verzicht auf vorgegebene kuratorische Aufnahmekriterien.

1994 fand das Dokumentationszentrum sein Domizil in einer historischen Kinderkrippe im II. Wohnkomplex. Im November 1995 konnte es dort seine erste Sonderausstellung – „Tempolinsen und P 2“ – eröffnen, die anschließend als Wanderausstellung gezeigt wurde. Sie erzielte hohe Aufmerksamkeit und etablierte das Dokumentationszentrum als Fachmuseum der DDR-Alltagskultur in der breiten Öffentlichkeit wie der Fachwelt.

1996 traf die Stadtverordnetenversammlung von Eisenhüttenstadt die Grundsatzentscheidung zum weiteren Aufbau des Dokumentationszentrums. Im selben Jahr wurden Fördermittel der Europäische Union sowie des Landes Brandenburg zur denkmalgerechten Sanierung des Museumsgebäudes bewilligt, die 1998/99 durchgeführt werden konnte.

1999 ging das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in die gemeinnützige Trägerschaft eines gleichnamigen Vereins über. Für den Betrieb stellten vor allem die Stadt Eisenhüttenstadt, der Landkreis Oder-Spree und das Land Brandenburg Fördermittel bereit.

Im Jahr 2001 wurde die erste Dauerausstellung – „Leben in der DDR“ – eröffnet. Ihr folgte 2012 eine neue permanente Ausstellung – „Alltag: DDR“. Ermöglicht wurde diese durch die Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Ebenfalls 2012 endete nach der Streichung des kommunalen Zuschusses die Vereinsträgerschaft des Dokumentationszentrums. Von 2013 bis 2015 wurde es nochmals als Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt fortgeführt. Seit 2016 wird das Dokumentationszentrum vom Landkreis Oder-Spree getragen und vom Land Brandenburg finanziell gefördert.

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Flächendenkmal Eisenhüttenstadt

Wohnkomplex II, erbaut 1953/54, 1960er Jahre (Foto: Fricke)

Das Gebäude des Dokumentationszentrums liegt inmitten des größten Flächendenkmals Deutschlands. Es wird 1953 als Kinderkrippe erbaut und bis 1990 als Kindergarten genutzt. Das denkmalgerecht sanierte Gebäude ist Teil der seit 1951 erbauten sozialistischen Modellstadt Stalinstadt, ab 1961 Eisenhüttenstadt.

 

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Die Neue Stadt wurde als Wohnstadt für die Arbeiter des neuen Stahlstandorts „Eisenhüttenkombinat Ost“ geplant und steht exemplarisch für die gesellschaftlichen und städtebaulichen Vorstellungen der Gründungsjahre der DDR. Es war die erste Stadtneugründung in Deutschland nach 1945. Ausgehend von den „16 Grundsätzen des Städtebaus“ wurde eine komplette Stadt erbaut. Zugleich entsprach sie als „Stadt am Werk“ einem Modell, das ab 1930 in der Sowjetunion für neue Industriezentren entwickelt worden war.

In Eisenhüttenstadt lassen sich alle Baustile der DDR ablesen. Teil der Kernstadt, zwischen 1951 und 1961 erbaut, ist das heutige Museumsgebäude. Es bildet das Zentrum der „Kinderkombination“, die sich aus drei Gebäuden zusammensetzt und der Versorgung des Wohnkomplexes II diente. An die frühere Funktion erinnert im Haus eine bleiverglaste Fenstergestaltung von Walter Womacka.

Die Einbindung in diese historische Topografie sorgt für eine wechselseitige Erweiterung der erfahrbaren Geschichte inner- und außerhalb des Museums. In der Dauerausstellung wird Eisenhüttenstadt im Kontext unterschiedlicher Konzepte für Neue Städte dargestellt. Mit dem interaktiven Stadtplan können die Besucher´*innen einen individuellen Rundgang durch die Modellstadt planen.

Architektonisch-historische Stadtführungen durch Eisenhüttenstadt werden von der Tourismusinformation angeboten.

Im März 2021 wird das Dokumentationszentrum unter dem Titel „Ohne Ende Anfang. Zur Transformation der Sozialistischen Stadt“ eine neue Sonderasusstellung eröffnen. Die Ausstellung wird sowohl die Idee und den Typus der sozialistischen Aufbaustädte vorstellen als auch die Transformationsjahre ab 1990 beleuchten.

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Kunstarchiv Beeskow

Teilmotiv des Wandbildes am Kunstarchiv Beeskow, Various & Gould 2019, Foto: Christian Gaubert

Das Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR fungiert wie seine Partnerinstitution das Kunstarchiv Beeskow, als ein lebendiger Ort des kulturellen Gedächtnisses. Das Archiv beherbergt einen außergewöhnlichen Bestand bildender Kunst aus der DDR, der von kulturhistorischem wie kunsthistorischem Interesse ist.

 

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Vor 1989 im Besitz von Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Einrichtungen der DDR, gehören die Arbeiten heute den jeweiligen Bundesländern. Im Beeskower Depot lagern die Anteile der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Diese zufällige wie abgeschlossene Zusammenstellung staatlich finanzierter Werke, bietet heute facettenreiche Einblicke in das Kultur- und Kunstsystem DDR: Hier können politische und gesellschaftliche Normen abgelesen, aber ebenso bildnerischen und ästhetischen Qualitäten nachgespürt werden.

Großformatige Ölgemälde, fragile Papierarbeiten, schwere Bronzebüsten, feine Porzellankeramik, aufwendig geknüpfte Wandteppiche – nicht nur die Quantität, besonders die Vielfalt des Beeskower Bestands biete eine Reihe von verschieden Anknüpfungspunkten der Zeigeschichte des 20. Jahrhunderts. Das Depot des Kunstarchivs entspricht nicht nur den modernen technischen und restauratorischen Standards, auch ist es in diesen Räumen möglich den Bestand in seinem Facettenreichtum zu erleben.

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Team

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Foto: Armin Herrmann

Florentine Nadolni
Leiterin Dokumentationszentrum Alltagskultur DDR/Kunstarchiv Beeskow

 

Axel Drieschner
Kurator
axel.drieschner@landkreis-oder-spree.de

 

Dr. Christian Gaubert
wissenschaftlicher Volontär
christian.gaubert@landkreis-oder-spree.de

 

Carmen Schönfeld
Besucherbetreuung/Sekretariat/Shop
Tel. 03364 – 41 73 55
carmen.schoenfeld@landkreis-oder-spree.de

 

Britt Scheffler
Besucherbetreuung/Depotverwaltung
Tel. 03364 – 41 73 55
britt.scheffler@landkreis-oder-spree.de

 

Sandra Seidel
Besucherbetreuung/Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 03364 – 41 73 55
sandra.seidel@landkreis-oder-spree.de

 

Monique Ullmann
Besucherbetreuung
Tel. 03364 – 41 73 55
monique.ullmann@landkreis-oder-spree.de

 

Rostyslav Voronko
Depotverwaltung, Restaurierung
Rostyslav.Voronko@landkreis-oder-spree.de

Praktika

Das Dokumentationszentrum betreut Praktikanten, die an Fachhochschulen und Hochschulen studieren und in einem museumsnahen oder in einem einschlägigen historisch orientierten Fach studieren.

 

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Wir bieten: ein projektbegleitendes Praktikum mit den Schwerpunkten Sammlung, Ausstellungen und Besucherbetreuung. Der jeweilige Praktikumsschwerpunkt richtet sich nach dem laufenden Arbeitsschwerpunkt im Museum und, soweit als möglich, nach den Neigungen der Bewerber/-innen. Wir vereinbaren mit Ihnen ein individuell zugeschnittenes Praktikum mit verbindlicher Betreuung.

Wir erwarten: ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Engagement sowie die Bereitschaft, sich in einem kleinen Team aktiv einzubringen.

Voraussetzungen: freiwilliges Pflichtpraktikum oder Vorpraktikum für das Studium an Hochschulen, jedoch nicht unter vier Wochen (empfohlen wird einen längere Praktikumszeit).

Wir können zu unserem Bedauern keine Vergütung für Ihr Praktikum leisten.

Ansprechpartner:
Frau Seidel
Tel.: 03364 – 41 73 55

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Förderer und Partner

Grundförderung

 

Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR wird getragen vom Landkreis Oder-Spree und erhält eine privilegierte Projektförderung des Landes Brandenburg.

 

Projektförderung der Dauerausstellung

 

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

 

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Ein Förderverein befindet sich im Aufbau. Sie haben Interesse das Dokumentationszentrum zu unterstützen, dann melden Sie sich unter: 03364 – 41 73 55