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Eröffnung der Sonderausstellung

10 000 Kubikmeter Alltag. Erkundung einer Sammlung
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
1.7.2018, 15 Uhr

Am 28. Juni 2018 laden wir Sie ab 11 Uhr recht herzlich zur Vorabbesichtigung der neuen Ausstellung ein. Bitte melden Sie sich telefonisch unter: 03364 417355 oder unter der E-Mail-Adresse info@alltagskultur-ddr.de an.

Unter dem Titel 10 000 Kubikmeter Alltag. Erkundung einer Sammlung eröffnet am Sonntag, dem 1. Juli 2018, um 15 Uhr die neue Sonderausstellung des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die die rund 170.000 Objekte und Dokumente umfassende Sammlung - ihre Entstehung, Zusammensetzung, Nutzung und Beforschung sowie die mit ihr im Zusammenhang stehenden und der Öffentlichkeit zumeist verborgenen Arbeiten –  von der Aufnahme der Objekte, über die Pflege und das Erhalten bis hin zur Dokumentation.

Entstanden vor 25 Jahren als „Rettungsarchiv“ einer historisch gewordenen materiellen Kultur bewahrt das Dokumentationszentrum Objekte und Dokumente des DDR-Alltags für nachfolgende Generationen und erschließt diese mittels Ausstellungen, Publikationen und Forschungsprojekten für das historische Verständnis.

Kennzeichnend für die in ihrer Zusammensetzung und Entstehungsgeschichte einzigartigen Sammlung ist das ihr zugrunde liegende Konzept des „passiven Sammelns“, das vom damaligen Leiter Andreas Ludwig etabliert wurde: Nicht der Blick des Historikers wählt aus, sondern die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, was sie als bedeutsam für das historische Gedächtnis erachten. Weit mehr als 2000 private Schenkungen sowie Institutionen haben so zu einem reichen Bestand beigetragen, dessen sachgerechte Magazinierung eine Raumkapazität von rund 10 000 Kubikmetern erfordert.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand exemplarischer Objekte die derzeit 35 Sammlungsbereiche des Bestandes – darunter Spielzeug und Mobiliar, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, Kleidung und Schmuck, Zeitschriften und Bücher, Tonträger und Fotos u.v.m..

Mit der vollständigen Überführung eines exemplarischen Sammlungsbereiches, und zwar der „Spielwaren“, werden Volumen, Breite und Vielfalt der Bestände nachvollziehbar. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich diesen Bestand selbst zu erschließen – eigene Ausstellungsarrangements zu wählen, Ding- Erzählungen zu verfassen und an der Erstellung von Objektdokumentationen mitzuwirken.

Die im Dokumentationszentrum bewahrte, umfangreiche Dingkultur wird seit 1996 in eigenen Ausstellungen und Publikationen vermittelt sowie anderen Museen, Filmproduktionen und der Wissenschaft zugänglich gemacht. Dabei ist v.a. das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam ein konstanter Partner des Dokumentationszentrums. Aus der langjährigen Kooperation im Projekt Materielle Kultur als soziales Gedächtnis einer Gesellschaft. Der Sammlungsbestand des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR als Quelle für zeitgeschichtliche Forschung stellt die Ausstellung Forschungsergebnisse vor.


10 000 Kubikmeter Alltag ist ein öffentlicher Blick auf 25 Jahre Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR und dessen Sammlungsgeschichte. Es ist zugleich ein Blick auf Potentiale und Herausforderungen in Bezug auf eine Verbesserung der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit des Bestandes – sei es analog in Gestalt eines öffentlich zugänglichen Schaudepots  oder digital in Form einer ständigen Sammlungspräsenz im Internet.

Die Ausstellung 10 000 Kubikmeter Alltag. Erkundung einer Sammlung  ist bis zum 3. März 2019 zu sehen.

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Erich-Weinert-Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt
www.alltagskultur-ddr.de
E-mail: info@alltagskultur-ddr.de
Tel. 03364 - 41 73 55

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag, Feiertage:
April-September: NEU 10 - 18 Uhr
Oktober-März: 11 - 17 Uhr

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SOMMERSCHULE des Kunstarchivs Beeskow 2018

Wir sind HIER. HIER sind wir. Unser Bild von Heimat und Landschaft.

18. bis 20. Juni 2016  Beeskow, Eisenhüttenstadt

Mit Spannung erwarten die Schülerinnen und Schüler der Eisenhüttenstädter Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe den Beginn der diesjährigen Sommerschule des Kunstarchivs Beeskow: Vom 18. bis zum 20. Juni 2018 werden sie als Akteure gefragt sein, diesmal unter dem Motto „Wir sind HIER. HIER sind wir. Unser Bild von Heimat und Landschaft“.

Wie bereits in den beiden Vorjahren setzen sich die Jugendlichen mit der im Landkreis Oder-Spree stark vertretenen Kunst aus der DDR auseinander. Bereits 2016 begegneten sie der Kunst im öffentlichen Raum direkt vor ihrer Haustür, spielt diese doch für Eisenhüttenstadt als erster Planstadt der DDR schon immer eine wichtige Rolle. Ein Jahr später erkundeten sie die Bestände des Kunstarchivs Beeskow mit  Kunstwerken aus dem Eigentum der ehemaligen Parteien und Massenorganisationen der DDR und lernten mehr über Wahrnehmung, Deutung und Vermittlung von Kunst. Für eigene Interpretationen bleibt den Schülerrinnen und Schülern dabei stets viel Spielraum: sie entwerfen, zeichnen, formen, malen, schreiben und tanzen. Drei Stahlplastiken auf dem Hof der Gesamtschule 3 sind sichtbarer Ausdruck ihrer Kreativität und einer gelungenen Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Partnern aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft.

In diesem Jahr nehmen die Schülerinnen und Schüler die Landschaft, in der sie leben, in den Blick.  Wie vertraut ist ihnen der eigene Landstrich, was verbindet Eltern und Großeltern mit der Heimat? Ein Kunstspaziergang auf den Diehloer Höhen und eine Foto-Safari durch das denkmalgeschützte Eisenhüttenstadt, aber auch Recherchen im Kunstarchiv Beeskow und im Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR stehen auf dem Programm. Dabei erproben die Jugendlichen verschiedene Ausdrucksmittel wie Malerei, Grafik, Fotografie und üben sich im Schreiben und Tanzen. Ihre Kunstprojekte werden am Ende der Sommerschule öffentlich vorgestellt.

Das Kunstarchiv Beeskow – Archivierte Sammlung von Kunst aus der DDR veranstaltet seit 2010 jährlich Sommerschulen für den akademischen Nachwuchs sowie für Oberschülerinnen und Oberschüler.Die diesjährige Sommerschule 2018 ist ein Projekt des Kunstarchivs Beeskow und des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt in Kooperation mit der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe Eisenhüttenstadt. Es wird gefördert vom Forum Kunstarchiv Beeskow e. V.

Tag 1, 18.06.2018, Gesamtschule 3 Eisenhüttenstadt
Landschaft als Komposition
8.00 – 9.30 Uhr - Gruppenarbeit (Mappenwerke)
9.30 – 11.30 Uhr - Gemeinsamer Kunstspaziergang mit Rostyslav Voronko
11.30 – 12.30 Uhr - Mittagspause
12.30 – 14.00 Uhr - Gruppenarbeit (Pleinair)                           

Tag 2, 19.06.2018, Kunstarchiv Beeskow, Burg Beeskow
Landschaft als Sinnbild
8.00 Uhr - Abfahrt nach Beeskow
8.45 – 11.45 Uhr - Gruppenarbeit im Wechsel, Besuch des Kunstspeichers, (Landschaft in der DDR) mit Kristina Geisler,Turmbesteigungen (St. Marien, ehemaliger Schlauchturm, Bergfried)
11.45 – 12.45 Uhr - Mittagspause
12.45 – 14.00 Uhr - Gruppenarbeit (Abzug von Monotypien)
14.30 Uhr - Abfahrt nach Eisenhüttenstadt

Tag 3, 20.06.2018, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt
Landschaft als Image
8.00 – 12.00 Uhr - Gruppenarbeit im Wechsel
Foto-Safari durch Eisenhüttenstadt mit Martin Maleschka
Foto-Quellen-Studium zu Eisenhüttenstadt im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR mit Axel Drieschner  
12.00 – 13.00 Uhr - Gruppenarbeit (Fotoabzüge herstellen, Mappen vollenden)
13.00 – 15.00 Uhr - Präsentation (insbesondere Tanz) und Abschlussessen im Dokumentationszentrum

Betreuerinnen und Betreuer:

Liane Wehrkamp – Kunstlehrerin an der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe Eisenhüttenstadt
Winfried Bellgardt – Kunstlehrer an der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe Eisenhüttenstadt
Constanze Kong – Deutschlehrerin an der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe Eisenhüttenstadt
Constance Neutert-Pace – Tanzpädagogin, VIVA DANZA – Schule für Bühnentanz, Frankfurt (Oder)
Rostyslav Voronko – Maler, Grafiker und Restaurator
Martin Maleschka – Architekt und Fotograf
Axel Drieschner – Kunstwissenschaftler und Historiker, Kurator des Dokumentationszentrums
Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt
Kristina Geisler – Historikerin, Mitarbeiterin des Kunstarchivs Beeskow und der Burg Beeskow

Kunstarchiv Beeskow
Landkreis Oder-Spree
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
Tel. 03366 35-2715
www.kunstarchiv-beeskow.de
Leiterin: Florentine Nadolni

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Landkreis Oder-Spree
Erich-Weinert-Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt
Tel. 03364 417355
www.alltagskultur-der-ddr.de
Leiterin: Florentine Nadolni

Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe
Maxim-Gorki-Straße 15
15890 Eisenhüttenstadt
Tel. 03364 61046
www.gesamtschule3.de
Leiterin: Ute Tupy

Forum Kunstarchiv Beeskow e. V.
c/o Burg Beeskow
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
Tel. 03366 35-2715
Vorsitzender: Herbert Schirmer

Organisatorische Leitung:
Kristina Geisler, Mitarbeiterin des Kunstarchivs Beeskow und der Burg Beeskow, Vorstandsmitglied von Forum Kunstarchiv Beeskow e. V., Tel. 03366 35-2715, Kristina.Geisler(at)landkreis-oder-spree.de

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Kuratoren des MoMA besuchen Kunstarchiv Beeskow und Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt

Die ersten Besucher der am vergangenen Samstag auf der Burg Beeskow eröffneten Plakatausstellung, waren sehr weit gereist: Elf Kuratoren des New Yorker MoMA (Museum of Modern Art) sahen sich wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung die Ausstellung „La beauté est dans la rue - Die Schönheit ist auf der Straße" mit Plakaten aus Frankreich, Polen und der DDR“ an. Aber das war nur die Zugabe ihres Aufenthalts in Beeskow. In den Osten Deutschlands gekommen sind die Mitarbeiter des weltberühmten Museums, um sich für ein Forschungsprojekt einen Überblick über Sammlungen ostdeutscher Kunst zu verschaffen. Auftakt dazu war am Samstag in Beeskow, wo das Interesse der Kuratoren dem Kunstarchiv galt. Auch die zweite Besuchsstation lag im Landkreis Oder-Spree, es ging ins Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR nach Eisenhüttenstadt.

Nach der Begrüßung durch Arnold Bischinger, Leiter des Kultur- und Sportamtes Oder-Spree, nahmen Florentine Nadolni, die Kunstarchiv und Dokumentationszentrum leitet, und Dr. Angelika Weißbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Beeskower Bestandes, die Kuratoren des MoMA im Eilzugtempo mit auf eine Reise durch das Kunstarchiv. Florentine Nadolni erläuterte die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte der Sammlung: „Das 1993 entstandene Kunstarchiv Beeskow ist keine kuratorisch gewachsene Sammlung. Wir bewahren hier Kunstwerke aus dem Bestand von Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR, die nach der Wiedervereinigung Deutschlands besitzerlos geworden waren.“ Rund 23.000 Werke aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehören zum Bestand. In jedem Jahr gebe es etwa 300 Ausleihen für Ausstellungen, aber auch Filmproduktionen. „Jetzt, fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR kehrt diese Kunst in die ständigen Ausstellungen der Museen zurück“, sagte Florentine Nadolni. In Beeskow habe es dagegen auch in den 1990er Jahren schon Ausstellungen zur DDR-Kunst gegeben.

Worauf dabei unter anderem zurückgegriffen werden konnte, sahen die Kuratoren des MoMA bei ihrem Abstecher ins Depot des Kunstarchivs. Besonders interessiert zeigten sie sich an den Druckgrafiken, die den größten Anteil am Bestand des Kunstarchivs ausmachen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Angelika Weißbach stellte u.a. thematische Mappen mit grafischen Arbeiten von Carlfriedrich Claus, Michael Morgner, Max Uhlig, Klaus Hähner-Springmühl vor.

Auch die zweite Besuchsstation im Landkreis Oder-Spree kann wie das Kunstarchiv von sich sagen, dass es deutschlandweit einzigartig ist – das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. 170.000 Objekte aus dem DDR-Alltag gehören zum Fundus – alles in allem etwa „10.000 Kubikmeter Alltag“. So wird auch die nächste Sonderausstellung heißen wie Axel Drieschner, Kurator im Dokumentationszentrum, ankündigte (Eröffnung: 1.7.2018, 15 Uhr).
25 Jahre nach Gründung der Einrichtung wird die Ausstellung den Umgang mit den Objekten in allen seinen Schritten beleuchten – von ihrer Aufnahme, über die Dokumentation und Erforschung bis hin zur Vermittlung.

Besonders interessiert zeigte sich das MoMA-Team für das vom Dokumentationszentrum geplante Ausstellungsprojekt zur Bauhaus-Rezeption in der DDR, das ab April 2019 im Rahmen des 100. Bauhaus-Jubiläums gezeigt wird.  Gemeinsam mit Florentine Nadolni und Steffen Schuhmann, Prof. für Visuelle Kommunikation an der weißensee kunsthochschule berlin, dem Kooperationspartner  der Bauhaus-Präsentation, wurden den New Yorkern Schwerpunkte und Objekte dieser Ausstellung vorgestellt.

Den Abschluss des Besuches der MoMA-Kollegen, der das Potential der einzigartigen Verknüpfung beider Orte und Archive vor Augen führte – Kunst und Alltagskultur, Design und Architektur - bildete ein Rundgang durch die Planstadt Eisenhüttenstadt.

„Im Landkreis Oder-Spree befinden sich derzeit einige der spannendsten Kultur-Baustellen im Land“, attestierte kurz darauf auch Dr. Philipp Rieken, der als Referatsleiter für Grundsatzfragen des Brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur zur anschließenden Ausstellungseröffnung zur Europäischen Plakatgestaltung in die Burg Beeskow gekommen war.

 

Kurzinformationen zu den genannten Sonderausstellungen:

La beauté est dans la rue – Die Schönheit ist auf der Straße. Plakate aus Frankreich, Polen und der DDR,
zu sehen bis 7. Oktober 2018 in der Galerie der Burg Beeskow, Frankfurter Str. 23 in 15848 Beeskow.
www.burg-beeskow.de

10 000 Kubikmeter Alltag. Erkundung einer Sammlung,
Eröffnung: 1.7.2018, 15 Uhr; zu sehen bis 3. März 2019
im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Erich Weinert Allee 3 in 15890 Eisenhüttenstadt.
www.alltagskultur-ddr.de

Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR,
zu sehen ab 7. April 2019
im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Erich Weinert Allee 3 in 15890 Eisenhüttenstadt.

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