Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

ist das Museum für die Alltagsgeschichte und Alltagskultur im Osten Deutschlands.

1993 gegründet, dokumentiert es die lebensweltlichen Dimensionen der Geschichte der DDR, die Sicherung der Alltagskultur zum Zweck der Bildung und Forschung, der Anschauung und der Kommunikation zwischen Ost- und Westdeutschen, zwischen den Generationen und Kulturen.

Mit dem Ende der DDR verschwanden die Objekte des Alltags aus privaten Haushalten, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, aus der alltäglichen Nutzung.
Die materielle Kultur der DDR ist heute fast vollständig verschwunden.

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Oktober 1999. Die mit Mitteln der Europäischen Union, des Landes Brandenburg und der Stadt Eisenhüttenstadt denkmalgerecht sanierte ehemalige Kinderkrippe wurde im November 1999 eröffnet. (Foto: R.Südhoff, 1999)

Das Dokumentationszentrum Alltagskultur sammelt und sichert diese Belege für die Kultur-, Sozial- und Alltagsgeschichte. Mit den Objekten verknüpfen sich Erfahrungen vom alltäglichen Leben in der ostdeutschen Teilgesellschaft, die, wie die materiellen Hinterlassenschaften selbst, Teil des sozialen Gedächtnisses sind.

Die Sammlungen umfassen heute etwa 150 000 Objekte aus allen Bereichen der Alltagskultur. Sie sind überwiegend aus Schenkungen aus der Bevölkerung hervorgegangen.

Eine Fachbibliothek ist öffentlich zugänglich und umfaßt Publikationen aus der DDR und neuere Literatur.

Das Dokumentationszentrum zeigt regelmäßig Ausstellungen auf einer Fläche von 400 Quadratmetern.


Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Januar 1996. Bei noch laufendem Kindergartenbetrieb zeigt das Dokumentationszentrum im Winter 1995/96 seine erste Ausstellung "Tempolinsen und P 2". (Foto: A.Ludwig)

Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR wird gefördert
vom Land Brandenburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur,
dem Landkreis Oder-Spree und der Stadt Eisenhüttenstadt.

Vorstand

Ingrid Siebke (Vorsitzende)
Jürgen Peschel
Heidelore Henrich
Steffen Krestin
Klaus Losensky


Fachbeirat

Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba
(Vorsitzender)
(Humboldt-Universität zu Berlin)

Prof. Dr. Rosmarie Beier
(Deutsches Historisches Museum Berlin)

Dr. Ilona Weser
(Dezernentin für Bildung, Gesundheit und Soziales, Landkreis Oder-Spree)

Prof. Dr. Rainer Eckert
(Zeitgeschichtliches Forum Leipzig)

Dr. Ralf Kretschmann
(Referatsleiter, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)

Wolfgang Perske
(Dezernent, Stadtverwaltung Eisenhüttenstadt)

Prof. Dr. Gangolf Hübinger
(Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder)

Prof. Dr. Christoph Kleßmann
(Zentrum für Zeithistorische Forschung, Universität Potsdam)

Dr. Renate Flagmeier
(Werkbundarchiv - Museum der Dinge Berlin)

Prof. Dr. Dietrich Mühlberg
(Kulturwissenschaftler)

Prof. Hans Wilderotter
(Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)

Helga Böhnisch
(Vorsitzende Kulturausschuss, Stadtverordnetenversammlung Eisenhüttenstadt)

Ulrike Poppe
(Evangelische Akademie Berlin)

Dr. Ronald Hirschfeld
(Bundeszentrale für politische Bildung)

Prof. Dr. Thomas Lindenberger
(Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)