Donnerstag, 13. Dezember 2018, 18.00 Uhr

Buchvorstellung 

"Baubezogene Kunst in der DDR"

 Martin Maleschka

– Eintritt: 4 EUR, bis 18 Jahre frei –

Zur kulturellen Hinterlassenschaft der DDR gehört eine bemerkenswert große Anzahl an Kunstwerken im ­öffentlichen Raum. Diese Arbeiten waren ein integraler Bestandteil des Gesellschaftsbaus. Sie spielten ­darüber hinaus bei der bildkünstlerischen Ausstattung der Stadtzentren und Wohngebiete eine bedeutende Rolle. Ihrer Bestimmung nach waren sie nicht bloß schmückendes Element, sondern hatten politische Botschaften beziehungs­weise idealisierte Bilder einer neu zu ent­wickelnden sozialistischen Gesellschaft zu vermitteln. Die von den Auftraggebern vorgegebenen Inhalte wurden durch die aus­führenden Künstler oft auf individuelle Art und Weise und unter Anwendung vielfältigster Techniken in bemerkenswerte Kunstwerke umgesetzt.

Heute sind viele dieser Arbeiten akut von der Zerstörung bedroht. Der Cottbusser Architekt Martin Maleschka hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese gefährdete Kunstgattung in fotografisch anspruchsvollen Aufnahmen zu erfassen. Aufgewachsen in Eisenhüttenstadt ist er ihr selbst täglich im Stadtraum begegnet. Inzwischen hat er die umfangreichste Bild-Dokumentation von baubezogener Kunst der DDR aufgebaut. Für ­die von ihm soeben vorgelegte Publikation wurden 120 erhaltene Kunstwerke zwischen Ostsee und Erzgebirge ausgewählt und in einen architektur­historischen Kontext eingebettet. Textbeiträge zu diesem Band lieferten auch Prof. Dr. Thomas Topfstedt (Leipzig), Prof. Dr. Peer Pasternack (Halle) und Luise Rellensmann (Berlin).

Martin Maleschka, geboren 1982 in Eisenhüttenstadt, studierte Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, fotografiert systematisch Großsiedlungen und baugebundene Kunst der DDR. Zahlreiche Ausstellungen, unter anderem in Erfurt (2014) Frankfurt (Oder) (2017), Chemnitz (2017) und derzeit in Hoyerswerda. 

 

nächste Veranstaltung:

Do. 24.01.2019, 18.00 Uhr: Buchvorstellung "Die Treuhand: Idee - Praxis - Erfahrung 1990-1994", Dr. Marcus Böick (Ruhr-Universität Bochum), anschließend Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Dr. Döring

Nähere Informationen folgen in Kürze.

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