10 000 Kubikmeter Alttag

ERKUNDUNG EINER SAMMLUNG

03.07.2018 - 03.03.2019

Seit 25 Jahren besteht das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt. Es bewahrt Objekte und Dokumente des DDR-Alltags und
erschließt sie für das historische Verständnis. Zur breit angelegten Sammlung gehören Spielzeug, Mobiliar, Unterhaltungselektronik, Zeitschriften, Tonträger, Fotos und vieles mehr. Über 2000 private Schenkungen sowie Institutionen haben zu einem Bestand von rund 170 000 Objekten beigetragen. Seine sachgerechte Magazinierung erfordert einen Depotraum von rund 10 000 Kubikmetern.

Diese Dingkultur wird in Ausstellungen und Publikationen vorgestellt sowie weiteren Museen, der Wissenschaft und auch Filmproduktionen zugänglich gemacht. Die Voraussetzungen hierzu, das Bewahren und Erschließen der Sammlung, bleiben dem öffentlichen Blick zumeist verborgen. Die Sonderausstellung beleuchtet nun den Umgang mit den Objekten in allen seinen Schritten – von ihrer Aufnahme, über die Dokumentation und Erforschung bis hin zur Einlagerung. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Aufbau der Sammlung zu erkunden und Arbeiten am Objekt aktiv mitzuerleben.

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Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR

Briefmarke Sonderedition Bauhaus 1980, Gestaltung: Lothar Grünewald

07.04.2019 - 05.01.2020
Eröffnung: 07.04.2019, 14 Uhr

Funktional, langlebig und optimiert für die industrielle Massenproduktion: Alltag formen! zeigt Objekte der Alltagskultur der DDR – Möbel, Gefäße, Technik, Grafik – sowie ihre Gestalter*innen, die in Tradition und Weiterentwicklung der Gestaltungsprinzipien des Bauhauses und der modernen Formgestaltung stehen.

Zugleich zeigt die Ausstellung den widersprüchlichen Umgang der DDR mit diesem Erbe: Auf frühe Ansätze zur Wiederbelebung folgen Formalismusvorwürfe, Verfemung und eine Rückbesinnung auf vermeintlich nationale Gestaltungsraditionen. Erst der industrielle Wohnungsbau ermöglicht eine vorsichtige Rehabilitierung. In den  1970er Jahren wird das Bauhaus schließlich sogar zum offiziellen Kulturerbe der DDR erhoben.

Im Schatten dieser wechselvollen Konjunktur inspirierten ehemalige Bauhäusler*innen durch ihre Gestaltungspraxis und Lehre eine neue Generation von Gestalter*innen, die ihrerseits die Alltagskultur der DDR entscheidend prägen sollte.

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Realisiert in Kooperation mit der weißensee Kunsthochschule berlin
und dem Deutschen Rundfunkarchiv.
Medienpartner ist Das Magazin.