Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Oktober 1999
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Oktober 1999 (Foto: R. Südhoff).

Das Dokumentationszentrum: Leitbild

Das Dokumentationszentrum ist das Fachmuseum für die Alltagskultur der DDR.

Seit 1993 werden die Objekte der materiellen Kultur des Alltags systematisch gesammelt, erforscht und dokumentiert. Die Ergebnisse der Arbeit werden der Öffentlichkeit durch Ausstellungen und Publikationen bekannt gemacht.

Sie sind Teil der öffentlichen Dienstleistungen des Dokumentationszentrums und dienen der Forschung und kulturellen Bildung.

Jede Zeit stellt ihre eigenen Fragen an die Geschichte. Es ist das Ziel des Dokumentationszentrums, die materielle Kultur des Alltags in eine breite Aufarbeitung der DDR-Geschichte einzubringen und auf diese Weise zu einem vertieften Verständnis der deutschen Geschichte nach 1945 beizutragen. Es sieht seine Tätigkeit deshalb im Kontext unterschiedlicher Institutionen und Initiativen, Gedenkstätten und Museen.

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR 2010 (Foto: A. Ludwig)

Geschichte gehört zur Selbstvergewisserung der Menschen über Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft. Die DDR-Geschichte ist in Deutschland ein wichtiger Teil dieser Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart. Sie bedarf vielfältiger thematischer Impulse und gesicherter historischer Kenntnisse, wie sie Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Archive, Gedenkstätten und Museen bereitstellen.

Immer mehr wird die DDR eine historische Zeit, wird die Generation der „Miterlebenden“ durch nachfolgende Generationen abgelöst und der Alltag der DDR-Gesellschaft fremd. Das Dokumentationszentrum begleitet diesen Wandel durch seine Ausstellungen. Es orientiert seine Arbeit am jeweils aktuellen Forschungsstand und kooperiert dafür mit Hochschulen und  Museen.

Der besondere Beitrag des Dokumentationszentrums im öffentlichen Diskurs um die deutsch-deutsche Zeitgeschichte liegt in der Arbeit mit den Objekten der materiellen Kultur. Sie ist unverzichtbar für ein Verständnis des historischen Wandels, dient der Anschauung über die alltägliche Lebenswelt und die dingliche Ausstattung der Gesellschaft. Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR ist ein Archiv der materiellen Kultur, es vermittelt ein Verständnis für Praktiken und Bedeutungen, die in den Objekten verborgen liegen.

Die aktuelle Arbeitskonzeption können Sie hier nachlesen


Die ersten Überlegungen zur Konzeption eines Dokumentationszentrums aus dem Jahr 1993 finden Sie hier.