Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR

 

Eröffnung: Sonnabend, 24. Juni 2017, 16 Uhr
Ausstellungslaufzeit: 25. Juni bis 8. Oktober 2017

Die neue Sonderausstellung „Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR“ präsentiert Gestaltungen von Büchern, Zeitschriften und Schallplatten sowie von Produktverpackungen, Reklamemedien und Plakaten – gebrauchsgrafische Arbeiten, die aufgrund ihrer massenhaften Verbreitung den visuellen Alltag der DDR mit prägten.

Die Ausstellung untersucht, was diesen Teil der ästhetischen Kultur in der DDR charakterisierte: welche Bilder, Schriften, Materialien und Farben fanden Verwendung, welche besonderen Eigenschaften sowie Bezüge zu internationalen Trends lassen sich erkennen?

Gezeigt und auf unterschiedliche Qualitäten hin befragt werden sowohl ausgewählte Gestaltungslösungen für den Konsumbereich – oft anonyme Arbeiten wie Verpackungen und Werbungen – als auch namhafte Entwürfe für kulturelle Auftraggeber wie Buchreihen oder Plakate. Exemplarisch werden Akteure und Arbeitsstrukturen vorgestellt sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Grafikdesigns in der DDR ausgelotet, so das Improvisieren in einem durch knappe Ressourcen und von politischen Vorgaben bedingten Umfeld.

Die verbreitete Einschätzung der Alltagsästhetik in der DDR als “blass und grau“ wird einer differenzierten Analyse unterzogen. Während die Buch- und Plakatgestaltung im In- und Ausland durchaus Anerkennung fanden, erschien die oftmals reduzierte Aufmachung von Produktverpackungen für den DDR-Binnenhandel vor dem Hintergrund westlicher Konsumgewohnheiten nicht selten als spröde und puristisch. Sie entsprach den wirtschaftlichen Verhältnissen in der DDR, stand andererseits deutlich im Kontrast zu einer auf Verkaufsförderung und die Erzeugung von Bedürfnisanreizen zielenden kommerziellen Werbeästhetik.

„Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR“ ist eine Wanderausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge. Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt erweitert die Ausstellung um zahlreiche Exponate und gibt damit Einblicke in seinen umfangreichen Sammlungsbestand „Zeitschriften und Bücher“ sowie in seine Sammlung von Erstausgaben des Verlags „Volk und Welt“.

Die Ausstellung "Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR" wird unterstützt von der Sparkasse Oder-Spree.

Medienpartner ist die Zeitschrift „Das Magazin“.